Gestatten, Marketing–Assistent IWB!

Zugegeben, es wäre eine komische und sicherlich auch unsinnige Vorstellung seiner eigenen Person gegenüber Fremden. Aber nach erfolgreich bestandenem Abschluss und Erhalt des Diploms, das einen als Marketing–Assistenten IWB auszeichnet, möchte man es am liebsten jedem auf die Nase binden. Umso mehr, wenn es nach 10jährigem Jubiläum im ‚Nichtstun’ die erste private Weiterbildung darstellt. So war es jedenfalls bei mir.

Anfangs der neunziger Jahre absolvierte ich nach der Ausbildung zum kaufmännischen Angestellten die Zentralschweizerische Polizeischule. Nach jahrelangem Stillsitzen in den verschiedensten Schulbänken fand meine persönliche Ausbildung damit das lang ersehnte Ende. Nun konnte ich Erlerntes endlich umsetzen und im täglichen Berufsleben gebrauchen. Abgesehen davon war gerade der Polizeiberuf prädestiniert dafür, auch ohne Schulzimmer sehr viel lernen zu können. Der tägliche Umgang mit Menschen in den verschiedensten und manchmal undenkbarsten Situationen brachte mich auf eine ganz eigene und spezielle Art weiter im Leben.

Nach dem ich viele Stationen des Polizeiberufs bei der Stadtpolizei Luzern durchlaufen hatte, entschloss ich mich, eine berufsfremde Weiterbildung zu beginnen. Mich interessierte eine Schulung auf dem Gebiet des Marketings oder der Public Relations, da ich für zwei Polizeivereine bereits in diesen Bereichen tätig war. Also prüfte ich eingehend die verschiedenen Angebote der umliegenden Schulen und Weiterbildungsstätten. Schliesslich entschied ich mich für das Institut für Weiterbildung des Kaufmännischen Bildungszentrums, in dessen Schulhaus an der Dreilindenstrasse ich ja bereits einige Stunden meines Lebens verbracht hatte.

Im August 2002 startete ich mit dem Modul 3 meine Ausbildung zum Marketing–Assistenten IWB. Es war schon ein komisches Gefühl, nach so langer Zeit wieder einmal ein Schulzimmer als Schüler zu betreten. Ohne genau zu wissen, was mich erwartet – hatte ich doch von Marketing überhaupt keine Ahnung – setzte ich mich an ein leeres Pult und beobachtete die ankommenden Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer, die sich zum Teil schon von früheren Modulen zu kennen schienen.

Schliesslich betrat der Dozent Guido Gotsch den Raum, verteilte verschlossene Couverts an die Anwesenden und setzte sich ans Pult des Referenten. Pünktlich um 1800 Uhr öffneten wir die Couverts, wie es darauf geschrieben stand und befanden uns, begleitet von einem wissenden Lächeln Guido Gotschs, mitten im Chaos... ‚Guten Abend, Sie sind an eine dringende Konferenz eingeladen. Der Konferenzleiter/Moderator erscheint aus unerklärlichen Gründen nicht. Er ist auch nicht zu erreichen. Was unternehmen Sie jetzt?’ Na bravo! Niemand sagte ein Wort. Die Zeit schien elend lang. Endlich fasste sich jemand ein Herz und begann zu sprechen. Wir organisierten uns, stellten uns gegenseitig vor und die ‚Konferenz’ begann. Und damit auch meine Ausbildung zum Marketing–Assistenten.

In den vier Modulen mit den übergeordneten Themen Sozialkompetenz, Arbeitstechnik und Projektmanagement, Präsentationstechnik und Moderation sowie Betriebswirtschaft und Controlling lernte ich bei Guido Gotsch, Beatrice Sala, Guido Grossenbacher, Christoph Hug und wie die Dozenten alle heissen mögen, nicht nur die Grundsteine des Marketings kennen, sondern auch wie sie richtig anzuwenden und einzusetzen sind.

Der zur Ausbildung gehörende Diplomlehrgang und die zu erarbeitende Diplomarbeit förderten und vertieften das Verständnis der Materie zusätzlich. Heute sind die verschiedenen Marketing– und Führungsinstrumente, Betriebspsychologie und Unternehmenskultur, Zeitmanagement und Netzplan, Rhetorik, Dialektik, Moderationstechnik sowie Finanzbuchhaltung oder Break–even und vieles mehr, keine Fremdworte mehr für mich, sondern wertvolle Begleiter in meinem täglichen Leben.

Ja, ich weiss, das tönt jetzt ganz schön abgehoben. Aber ich hatte nach dem bestandenen Abschluss zum Marketing–Assistenten nicht vor, die Schulbücher wieder für zehn Jahre weg zu schliessen, sondern wollte das frisch Gelernte nutzen und einsetzen. Deshalb habe ich mich im Sommer 2003 für eine Ausbildung zum eidgenössisch diplomierten PR–Fachmann angemeldet.

Wo? Natürlich wieder beim IWB des KBZ. Und dies nicht etwa, weil dieser Kurs sonst nirgends angeboten werden würde, oder weil es hier am günstigsten ist, sondern weil ich heute weiss, dass am IWB Fachleute dozieren, die im täglichen Umgang mit der von ihnen vermittelten Materie ausgewiesene Profis sind. Diese Profis lassen in ihren Lektionen ihr gesamtes Wissen einfliessen und sprechen nicht nur von der Theorie sondern auch von der Praxis. Gerade auf dem Gebiet des Marketings und der Öffentlichkeitsarbeit scheint mir der Bezug zur Realität besonders wichtig.

Und eines kann ich Ihnen garantieren: Zusammen mit meinen Dozenten, setze ich alles daran, Sie bald mit den Worten ‚Gestatten, eidgenössisch diplomierter PR–Fachmann!’ stolz begrüssen zu können.

Auftragsarbeit für das IWB Intern des KV Luzern, Ausgabe Juli 2004




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CI - Corporate Identity PR Fachmann - Teil 1